mittelschwere Widerhandlung

Eine mittelschwere Widerhandlung muss angenommen werden, wenn die hervorgerufene Gefahr für die Sicherheit anderer nicht mehr gering ist und das Verschulden nicht mehr als leicht eingestuft werden kann.

Von Gesetzes wegen muss mindestens eine mittelschwere Widerhandlung angenommen werden, wenn Sie ein Fahrzeug mit einer Blutalkoholkonzentration zwischen 0.5 und 0.79 ‰ geführt haben und zusätzlich eine leichte Widerhandlung begehen oder wenn Sie gegen das Verbot verstossen, unter Alkoholeinfluss zu fahren, und dabei zusätzlich eine leichte Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften begehen.

Schlussendlich führt auch das Führen eines Fahrzeugs, ohne im Besitz des Führerausweises der notwendigen Kategorie zu sein sowie das Entwenden eines Fahrzeugs zum Gebrauch, zur Annahme einer mittelschweren Widerhandlung.

Wurde eine mittelschwere Widerhandlung begangen, so muss der Lernfahr- oder Führerausweis für mindestens einen Monat entzogen werden. Falls Sie bereits früher gegen das Strassenverkehrsgesetz verstossen haben, muss mit einem deutlich längeren Ausweisentzug gerechnet werden. Die untenstehende Tabelle gibt Auskunft über die gesetzliche Mindestentzugsdauer, die eine mittelschwere Widerhandlung nach sich ziehen kann.

Vorbelastung in den letzten zwei Jahren Massnahme
Keine Vorbelastung Mind. 1 Monat Entzug
Entzug wegen mittelschwerer oder schwerer Widerhandlung Mind. 4 Monate Entzug
Zwei Entzüge wegen mittelschweren oder schweren Widerhandlungen Mind. 9 Monate Entzug
Zwei Entzüge wegen schweren Widerhandlungen Mind. 15 Monate Entzug
Drei Entzüge wegen mindestens mittelschweren Widerhandlungen (in den letzten zehn Jahren)
Sicherungsentzug
(mind. 24 Monate)